Insbesondere kann nach der entsprechenden UBA-Empfehlung auch von hinreichender Qualifikation zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung für eine Trinkwasser-Installation ausgegangen werden, wenn das Schulungszertifikat und der Nachweis über die einschlägige Berufsausbildung vorgelegt werden können.

Die Richtlinie VDI/DVGW 6023 zielt zwar a priori nicht darauf ab, Installateure für den Eintrag ins Installateurverzeichnis der Wasserversorgungsunternehmen (WVUs) zu qualifizieren, da DVGW und VDI keinen Einfluss auf die Festlegung der hierfür notwenigen Qualifikation haben. Das Setzen des als notwendig erachteten Maßstabs obliegt hier vielmehr den Wasserversorgern im Rahmen der AVBWasserV. Ein entsprechender Hinweis ist im Text der Richtlinie enthalten.

Bei Vorliegen eines Zertifikats über eine erfolgreiche Teilnahme an einer Schulung nach VDI/DVGW 6023, Kategorie A, dürften jedoch auch die nach aktuellem Stand der AVBWasserV geforderten Kenntnisse vorliegen. Installateuren wird daher empfohlen, sich gegebenenfalls vor Absolvieren von Schulungsmaßnahmen mit dem jeweiligen WVU hinsichtlich der Anerkennung der Schulung abzustimmen.

Herausgeber der Richtlinie VDI/DVGW 6023 "Hygiene in Trinkwasser-Installationen; Anforderungen an Planung, Ausführung, Betrieb und Instandhaltung" ist die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (GBG) in Kooperation mit dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW). Die Richtlinie ist in deutsch/englischer Sprache zum Preis von EUR 122,70 beim Beuth Verlag in Berlin (Tel. +49 30 2601-2260) erhältlich (www.beuth.de ).

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