Klaus W. Usemann verkörperte über Jahrzehnte „den Ingenieur“ der Technischen Gebäudeausrüstung. Er vereinte in sich sowohl die praktische Erfahrung mit der wissenschaftlichen Durchdringung. Dieses dokumentiert sein beruflicher Lebensweg, der ihn vom Lehrling im Installationsgewerbe über den Meister im Zentralheizungsbau bis zum Lehrstuhlinhaber für Bauphysik, Technische Gebäudeausrüstung und Baulichen Brandschutz an der Universität Kaiserslautern führte.

In vorbildlicher Weise brachte sich Klaus W. Usemann in das Ehrenamt ein. Er hatte u.a. die Obmannschaft im VDI-TGA-Arbeitskreis, war Mitglied im Beirat der VDI-Gesellschaft TGA, war Mitglied und Obmann zahlreicher Richtlinien-Ausschüsse, war deutscher Delegierter bei der REHVA (Federation of European Heating, Ventilation and Air-conditioning Associations), war Vorsitzender des Fachausschusses Sanitärtechnik in der VDI-TGA.

Die Leistungen und Verdienste von Klaus W. Usemann wurden gewürdigt und anerkannt. Er war u.a. Träger der Hermann-Rietschel-Ehrenmedaillie, der Euler-Medaillie und der REHVA Gold Medal.

Mit Klaus W. Usemann verlieren wir aber einen uns sehr nahestehenden Menschen. Wir werden ihn vermissen. Es verbleibt uns nur noch, ihn in unseren Gedanken zu bewahren und das werden wir tun.

Den Nachruf schrieb Prof. Michael Schmidt, Universität Stuttgart, im Namen der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik.